HSG Rösrath/Forsbach 2 – TV „Jahn“ Köln-Wahn 2 32:15 (18:5)

HSG Rösrath/Forsbach 2 – TV „Jahn“ Köln-Wahn 2 32:15 (18:5)
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Qou vadis, Zweite, qou vadis?

Nachdem man nun die Spiele gegen starke Rheindorfer und Ehrenfelder, welche sich beide zu den jeweiligen Zeitpunkten in den oberen Gefilden der Tabelle befanden, teils eindeutig für sich entscheiden konnte, stand nun ein weiterer Brocken vor der Truppe um Trainer Cirami.

Mit dem TV „Jahn“ Köln-Wahn 2 kam ein alter Bekannter an den Halfenhof, den man eigentlich schon aus der letzten Saison kannte. Aber hier merkte man schnell, dass sich etwas geändert hat.

Aber nun zum Spiel.

Wir, die Redaktion, möchten unseren Leserinnen und Lesern gerne immer wieder kleine Schmankerln bieten und so haben wir uns entschlossen, mit Trainer Francesco Cirami und Kreisläufer Paul Bernstein ein kleines Interview zu führen.

Redaktion: Wie empfandet Ihr die Spielvorbereitung?

F. Cirami: „Da Wahn eine neue Mannschaft hat bzw. diese extremst verjüngt worden ist, waren die Spieler und das Team als Ganzes nicht so bekannt.Trotz alledem konnten wir beim Aufwärmen aber schon Details erkennen. So war es klar, dass wir Bedacht waren die erste und zweite Welle möglichst schnell zu unterbrechen, um keine einfachen Gegentore zu bekommen.“

P. Bernstein: „Unsere Spielvorbereitung war gut und konzentriert. Man konnte merken, dass unsere Mannschaft sich immer wieder freut, am Halfenhof vor heimischer Kulisse zu spielen. Dort findet man ein eingespieltes Terrain, man fühlt sich wohl und tritt selbstbewusst und mit breiter Brust auf.“

Redaktion: Wie ist Eurer Meinung nach die 1. Halbzeit gelaufen?

F. Cirami: „Durch das Halbzeitergebnis von 18:05 gibt es nicht viele Kritikpunkte zu erwähnen. Meine Jungs haben eine sehr starke 6:0-Abwehr gestellt. Dadurch, dass von Wahner-Seite nicht sehr viele Aktionen aus dem Rückraum kamen, waren wir sehr defensiv und haben dies hervorragend gelöst. Mit dieser Abwehrformation konnten wir den Wahnern sehr schnell den Zahn ziehen. Dies kam uns zugute. Der Erfolgsfaktor war definitiv die stabile 6:0-Abwehr, welche sehr diszipliniert gearbeitet hat. In der ersten Halbzeit hat auch Spio wieder einmal sein Können unter Beweis gestellt und zwei-drei 7-Meter und einige Würfe von Außen gehalten. Noch definitiv zu erwähnen ist der Teamgeist, den meine Truppe gezeigt hat.“

P. Bernstein: „Wir wurden gut auf den Gegner eingestellt. Wir haben überragender Weise zur Halbzeit nur fünf Gegentreffer zugelassen. Erst in der 12. Spielminute hat es Wahn geschafft, einen Treffer zu erzielen. Unsere Abwehr war wirklich aggressiv, fair und kompakt. Sicherlich auch gegeben durch die körperliche Überlegenheit unserer Mannschaft gegenüber den Wahnern, die dem Angriffsspiel derer überhaupt keine Chance gelassen hat. Lediglich abgefälschte Würfe oder sehr lang durchgespielte Angriffe, die dann doch noch zu einem Tor geführt haben, führten zu den Toren der Wahner. Auch unser Angriffsspiel ist zu erwähnen: Die Angriffe sehr solide, gut und mit einem vernünftigen Tempo runtergespielt. Einige schnelle erste-Welle-Angriffe, aber auch aus der zweiten-Welle heraus konnten wir unser Spiel gestalten. Auf jeder Position, sei es Rückraum, Außen, Kreis wurden die Dinger ganz solide reingemacht. So sind wir mit 13 Toren Differenz in die Halbzeitpause gegangen. Die Marschroute war eigentlich nur noch, dass das Tempo weiterhin hochgehalten wird und die Abwehr kompakt steht.“

Redaktion: Wie beurteilt Ihr Halbzeit 1 im Vergleich mit Halbzeit 2 und was ist anders in Halbzeit 2 gelaufen?

F. Cirami: „In der ersten Halbzeit haben wir auf einem sehr hohen Niveau gespielt. Wir haben quasi alles richtig gemacht. Mit einer solch hohen Führung in die zweite Halbzeit gehen zu dürfen, muss man erst einmal umgehen.Wir haben uns nicht mehr so zu 100 Prozent konzentriert, aber trotz allem noch eine vernünftige zweite Halbzeit gespielt.“

P. Bernstein: „Wir haben ein bisschen den Start in die zweite Halbzeit verpasst und hatten einen 0:1-Lauf, da wir vorne vier oder fünf Bälle weggeworfen haben. Die Wahner haben den Torwart gewechselt, was sich auch sicherlich ausgezahlt gemacht hat. Wir haben zu viele einfache Bälle vorne weggegeben. Die Wahner haben sich aber weiterhin an unserer Abwehr die Zähne ausgebissen. Ich denke durch die Tatsache, dass wir großzügig rotiert haben, kam vielleicht der ein oder andere kleine Bruch in unsere Abwehrreihe, sodass es dann in der zweiten Halbzeit zu zehn Gegentoren kam. Was aber unter dem Strich absolut in Ordnung ist. Auch vorallem wenn man bedenkt, dass die Wahner zu dem Zeitpunkt auf Tabellenplatz zwei standen.“

Redaktion: Zum Ende würden wir uns noch über ein kleines Abschlussstatement zum Spiel freuen.

F. Cirami: „Durch eine konzentrierte erste Halbzeit, welche in meinen Augen die beste Halbzeit seit langem war, konnte man die zweite Halbzeit mit Leichtigkeit runterspielen. Insgesamt war das ein super Spiel gegen Wahn. Wir konnten unsere Favoritenrolle definitiv bestätigen. Die Entwicklung ist sehr positiv zu sehen, haben wir doch gegen Ehrenfeld (zu dem Zeitpunkt Erster) und gegen Rheindorf (zu dem Zeitpunkt Dritter) ebenfalls gewonnen.“

P. Bernstein: „Wenn wir es schaffen, eine Leistung wie in der ersten Halbzeit über 60 Minuten so durchzuziehen, dann kann man hier wirklich von einem ganz, ganz tollem Niveau sprechen. Absolut ist auch eine Weiterentwicklung der Mannschaft zu sehen, welche nun die Früchte aus einer intensiven Vorbereitung pflückt. So wird der weitere Verlauf der Saison sehr viel Spaß machen und viele weitere Gegner werden sich an uns die Zähne ausbeissen.“

O-Töne:

Mazlum Kedik: „Wir waren von der ersten Sekunde an voll konzentriert. Jeder der gespielt hat, hat 120 Prozent gegeben, egal ob er angefangen hat oder eingewechselt worden ist. Wir funktionieren von Spiel zu Spiel immer besser.“

Alexander Fleischhauer: „Durch eine von Beginn an stabile Abwehr und die nötige Ruhe im Angriffsspiel, gelang es uns die doch auch körperlich unterlegenen Gegner klar und ohne Punkte nach Hause zu schicken.”

Torschützen: Fleischhauer (4), Eker (1), Engelsleben (3), Werner (5), Siewert (3), Bernstein (2), Rausch (6/2), Dominitz (4), Schmidt (1), Kedik (2)