Interview mit Simon Weber

Interview mit Simon Weber
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Es ist wieder Sonntag!

Heute mit unserem Rechtsaußen Simon Weber.

Was er über seine neue Heimat zu sagen hat, was sein Beruf und Hobby mit frischer Luft zu tun haben und mit welchem Teamkollegen er sich vorstellen könnte zusammen zu arbeiten, das erfährst im nachfolgenden Interview.

Wir wünschen wieder viel Spaß beim Lesen!

Hallo Simon, knapp 4 Wochen sind nun schon vorbei ohne Ball und die Mannschaft. Vermisst du es langsam, oder hat die Pause auch was Schönes?

Simon Weber: Hallo erstmal. Die ersten Tage eines Entzugs sind ja bekanntlich die Härtesten. Einerseits freut sich mein Körper, mal was Pause zu haben, andererseits muss er ja auch fit bleiben und das macht alleine definitiv keinen Spaß.

„[…] im Nachhinein war es auf jeden Fall die richtige Entscheidung.“

Gekommen bist du zur Saison 2019/2020 vom TV Wahlscheid. Warum hast du dich damals für den Schritt entschieden zur HSG Rösrath/Forsbach zu wechseln?

Simon Weber: Reinhard Fiedler hatte sich Anfang 2019 für die Planung der kommenden Saison bei mir gemeldet. Beim persönlichen Gespräch in der Geschäftsstelle merkte ich recht schnell, wie professionell das Ganze aufgezogen ist. Damals unterhielten wir uns noch über die Planung für die Landesliga, was später aber durch den erneuten Aufstieg anders kommen sollte.

Es hat mir zwar einige Tage Kopfzerbrechen bereitet, ob ich den Schritt wagen soll, aber im Nachhinein war es auf jeden Fall die richtige Entscheidung.

Als Spieler von außerhalb ist es nicht immer einfach, sich in einer neuen Mannschaft zu Recht zu finden, besonders nicht, wenn es so ein eingeschworener Haufen ist, wie hier. Wie hat dich die Mannschaft damals aufgenommen und wie schnell hast du dich mit dem neuen Verein identifizieren können?

Simon Weber: Die Jungs sind alle ganz umgänglich, was es mir einfach machte, mich schnell zurechtzufinden. Die Abende nach den Heimspielen im Steini‘s haben natürlich auch dazu beigetragen😄.

Der Verein ist hier in der Region einzigartig. Alle Beteiligten stecken wirklich viel Zeit und Herzblut in den Verein, um uns Spielern, die optimale Grundlage zu bieten, unser Bestes zu geben.

„Am Anfang habe ich nicht schlecht gestaunt. […] am Ball ist auf einmal Harz […].“

Beim TV Wahlscheid spieltest du zuletzt Kreisliga. Wie war der Sprung von der Kreisliga direkt in die Verbandsliga für dich? Von außen könnte man meinen, du hattest kaum Schwierigkeiten, dich an das höhere Niveau zu gewöhnen.

Simon Weber: Am Anfang habe ich nicht schlecht gestaunt.

Die Gegenspieler sind alle kräftig und packen zu, am Ball ist auf einmal Harz und im Tor steht ein Torhüter der Bälle hält.

Glücklicherweise hatte ich bis zum Saisonstart genug Zeit, mich an die neuen Umstände zu gewöhnen.

Deine Wunderwaffe aus dem Rückraum hast du letzte Saison schon das ein oder andere Mal ausgepackt. Dürfen wir diese Saison ähnliche Tore bewundern und wo fühlst du dich eigentlich wohler? Auf Außen oder im Rückraum?

Simon Weber: So richtig planen kann ich es ehrlich gesagt nicht, wann ich meine „Wunderwaffe“ zünde, aber ich hoffe, dass ich sie diese Saison noch ein paar Mal zeigen kann. In Wahlscheid habe ich noch oft auf Halbrechts spielen dürfen, da ich Linkshänder bin und auch keinen ganz so schlechten Wurf aus dem Rückraum habe. Mittlerweile habe ich mich aber auf Außen relativ gut eingeschossen und fühle mich da am wohlsten.

Im Berufsleben hast du auch ab und zu mit Waffen zu tun. Wie kam es dazu, dass du ausgerechnet Forstwirt werden wolltest? Und wie gefällt dir der Beruf? Möglicherweise ist unter den Leser*innen auch jemand der sich für diesen Beruf interessiert.

Simon Weber: Nach der Schule wusste ich nur, dass ich einen Beruf an der frischen Luft ausüben möchte. Daraufhin habe ich ein Freiwilliges Ökologisches Jahr gemacht.

Die Tätigkeiten waren relativ nah an denen der Forstwirtschaft und so war ich mir schnell sicher, dass es die Ausbildung zum Forstwirt werden soll.

In dem Beruf gibt es jeden Tag neue Situationen oder auch Probleme, die zu lösen sind, dadurch wird es nie langweilig.  

Menschlich bist du eher der ruhige Typ, der nicht groß im Rampenlicht stehen muss. Wie vereint sich das mit deinem Hobby Downhill fahren?

Simon Weber: Das Radfahren ist ein schöner Gegenpol zum Handball. Besonders in der aktuellen Lage schwinge ich mich gerne aufs Rad, um vom Alltag abschalten zu können und fit zu bleiben.

Das 2. Jahr bei der HSG geht turbulent zu. Erst der Corona bedingte Abbruch der letzten Saison, dann der überraschende Trainerwechsel, nun wieder Corona Probleme. Wie behält man da eigentlich den Fokus auf das Wesentliche, wie am Wochenende 2 Punkte holen? Bisher ist euch das ja ganz gut gelungen.

Simon Weber: Die Bedingungen könnten auf jeden Fall einfacher sein, aber bei den Spielen liegt der Fokus einfach nur beim Handball. Das Wort Corona habe ich zumindest noch nicht auf dem Spielfeld gehört. Wir sind uns alle bewusst, dass wir möglichst viele Punkte in den stattfindenden Spielen sammeln müssen, man weiß ja nie, was dem Verband noch so einfällt.

Dementsprechend motiviert und fokussiert gehen wir in die Spiele.

„Wer bekloppt genug ist, sich ins Tor zu stellen, hält es auch im Wald aus.“

Deine beiden Trainer gehen diesmal etwas tiefer in das Vertrauenskonstrukt. Die beiden wollen wissen, welchen Spieler du dir am besten als Arbeitskollegen vorstellen könntest und welche Aufgaben würdest du ihm anvertrauen?

Simon Weber: Ich glaube, ich würde Hendrik mal in den Genuss von normalen Arbeitszeiten kommen lassen. (lacht) Wer bekloppt genug ist, sich ins Tor zu stellen, hält es auch im Wald aus.

Grundsätzlich werden die meisten Arbeiten im Team verrichtet, Hendrik würde also keine Extrawurst bekommen! Höchstens Arbeiten, auf die ich keine Lust hätte. 😉

Als letztes bekommst auch du die Frage gestellt: Was sind deine Ziele für die Zukunft mit der HSG und der 1. Herren?

Simon Weber: Da es ja immer noch ein Hobby ist, einfach Spaß mit den Jungs haben und sich individuell, als auch als Mannschaft weiterentwickeln. Persönlich würde ich gerne irgendwann auch mal höher als Verbandsliga spielen wollen. Wenn wir weiter hart arbeiten, dann gelingt mir das im Trikot der HSG, wer weiß. Aber Träume sollen ja schließlich auch in Erfüllung gehen. 

Damit hast du es geschafft! Vielen Dank, Simon und bis bald.

Simon Weber: Kein Problem! Bis bald, liebe HSG-Fans!