HSV Frechen – HSG Rösrath-Forsbach 32:30 (15:14)

HSV Frechen – HSG Rösrath-Forsbach 32:30 (15:14)
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Wieder mal waren es wenige Minuten zwischendurch , welche uns einen Erfolg kosteten, denn bis weit in die zweite Hälfte hinein war es ein ganz enges Ding. Ab der 41. Minute stellten wir aber für einige Minuten die Abwehrarbeit mehr oder weniger ein und ich muss ganz ehrlich sagen, was wir in dieser Phase zeigten bzw. nicht zeigten, war das Schlechteste, was wir seit langem abgeliefert haben.

Wir starteten mit einer sehr offensiven Abwehr in dieses wichtige Spiel, alles in der Hoffnung, vom Start weg hellwach zu sein und keine lange Anlaufzeit zu benötigen. Das klappte leider nur bedingt, denn schon in diesen ersten Minuten fehlte hinten ein wenig die Bereitschaft individuelle Fehler gemeinsam auszumerzen. So gerieten wir 0:2 in Rückstand und liefen diesen zwei Toren lange hinterher. Zwischenzeitlich waren es dann gar drei Treffer (4:7 / 5:8). Da die Moral aber grundsätzlich stimmte, kamen wir nach 20 Minuten erstmals zum Ausgleich und der überragend aufspielende Niclas Balz warf uns mit seinem bereits siebten Treffer sogar 13:12 in Front. Frechen konterte aber nochmal und bis zur Pause hatten sie mit dem 14:15 erneut die Führung inne.

Der erste Treffer im zweiten Abschnitt gehörte uns und bis zum 20:20 in der 41. Minute wechselte die Führung ständig, ohne dass sich eine Mannschaft hätte absetzen können. Dann aber nahmen die Frechener den nicht zu bremsenden N. Balz in Manndeckung und das bekam unseren Jungs gar nicht. Obwohl wir nun sehr viel Platz hatten, trafen wir vorne nicht immer die richtige Entscheidung oder scheiterten an dem in dieser Phase auch stark haltenden Keeper. Gleichzeitig ließen wir in der Abwehr so stark nach,  dass die Bezeichnung „offen Holland“ noch zu harmlos wäre. Ich glaube unsere Torhüter fühlten sich da ordentlich im Stich gelassen. So wurde aus dem 20:20 rasch ein 20:23. Aber trotz dieser miserablen Abwehrarbeit ließen wir es noch nicht endgültig abreißen und verkürzten auf 22:24. Dann aber wurde es deutlicher und beim Stand von 25:31 und verbleibenden vier Minuten war natürlich eine Vorentscheidung gefallen. Aber –  noch keine Entscheidung, denn plötzlich zuckten unsere Jungs doch nochmal und kämpften sich auf 29:31 heran. Letztlich reichte die Zeit aber nicht mehr. In den letzten 25 Sekunden trafen beide Teams jeweils noch einmal zum 30:32 Endstand.

Nun gut, damit stehen wir nun mit dem Rücken zur Wand und müssen wir uns eben im Abstiegskampf beweisen. Wenn das jeder annimmt, ist es gut, dann werden wir diese schwierige Situation auch meistern, wenn wir aber vergessen, dass wir das nur über mannschaftliche Geschlossenheit schaffen, dann könnte es eine ziemlich haarige Angelegenheit werden. Momentan ist die Enttäuschung auf jeden Fall riesengroß, vor allem bei mir. Wenn ich sehe, zu was wir in eigener Halle fähig sind und was wir dann in der Fremde abrufen…

In Frechen waren dabei:

H. Kraus, M. Spiolek, T. Leufgens (3), T. Siewert (3/2), T. Josifek (6), N. Kutter (4), T. Kutter (1), M. Vogel, N. Balz (9), S. Weber (3), Y. Müller (1), J. Vogt